Der energetische Heiler schafft eine Situation, in der göttliche Energie in denjenigen fließen kann, der z.B. durch Handauflegen behandelt wird. Dies setzt voraus, dass der Heiler viel innere Eigenarbeit geleistet hat, die es ihm ermöglicht sich leer zu machen. Er muss seine Urteile beiseite legen und auf die Intelligenz der göttlichen Kraft vertrauen, die die Heilung bewirkt.
Aus spiritueller Sicht ist zur Heilung erst einmal eine Bewusstseinsveränderung beim Hilfesuchenden erforderlich, bevor eine körperliche Veränderung eintreten kann. Bei der energetischen Heilung geht es nicht nur um die physischen Symptome eines Menschen, sondern auch um seinen geistig-seelischen Bereich. Und obwohl die Verfahrensweisen so einfach sind, kann die Heilung äußerst vielschichtig sein, da hier eine Kraft am Werk ist, die eine weit größere Intelligenz besitzt als der Mensch.
Heute bestreitet kaum noch jemand, dass Emotionen und Stress direkte
Auswirkungen auf den Körper haben. Aber auch der spirituelle Aspekt
muss berücksichtigt werden, um den Menschen als Ganzes zu erfassen.
Da die Heilung ihre Wurzeln im Geistigen hat, spricht sie das Geistige
im Menschen an und bewirkt dort einen Wandel, der wiederum zu Veränderungen
auf der Gefühls- und Körperebene führt.
Wer das Göttliche in sich spürt, erkennt es auch im anderen und darin liegt die Lösung emotionaler Probleme. Dies hat natürlich auch Einfluss auf die Symptome des Körpers. Es wird ein Raum geschaffen, in dem Heilung der Krankheitsursachen geschehen kann, es wird aber nicht direkt gegen negative Gefühle oder Krankheiten vorgegangen, denn das wäre lediglich eine Symptombehandlung.
Fundament der geistigen Heilung sind nicht die angewandten Methoden, sondern die innere Einstellung des Heilers. Dieser verbindet sich bewusst mit der göttlichen Kraft und ist bemüht, sich selbst aus dem Heilungsvorgang herauszuhalten.